====== Tag 12 ====== == 158 km @ 19,5 km/h == * Ich hatte am Abend zuvor überlegt, dass ich eigentlich früh noch einmal auf die Skischanze klettern müsste um Lillehammer in vernünftigem Licht zu photographieren (statt in Gegenlicht wie am Nachmittag zuvor), ließ den Plan aber wieder fallen, da ich keine Lust hatte früh aufzustehen nur ein paar Photos wegen. War auch gut so denn Sonne gab es am 12.Tag gleich mal gar nicht. * Ich fuhr gegen 10 los und war erst noch in der Stadt um mir eine neue Gaskartusche zu kaufen, weil mein Kocher seit einigen Tagen nur noch rumspinnte kaufte ich mir gleich einen neuen um wieder in frieden kochen zu können. Die Strecke war grauenhaft - bis Einverum war die Fahrt nur ein dummes rumgesuche um die Autobahnen in der Gegend zu umfahren. Es gab zwar Ansätze für beschilderte Radrouten aber die wahren entweder totale Umwege oder waren nur einmal alle 20km beschildert. Von dort aus fuhr ich dann die E20 entlang und kam endlich wieder vorwärts, allerdings war die Gegen dort recht langweilig. Gegen Abend bin ich von der Straße weg um mir eine Badestelle am Fluß zu suchen die es laut der dortigen Infoschilder geben sollte. Gefunden habe ich sie nicht, und stand dann stattdessen im Halbdunkel irgendwo im Wald. Nachdem ich mir das flachste Stück Gras in der Nähe gesucht hatte ließ ich mich dort nieder. ====== Tag 13 ====== == 155km @ 21 km/h == * Früh war es erst einmal eiskalt (3° außen, 6° im Zelt) und durch die Nähe zum Fluss auch sehr neblig. Dadurch war mein Zelt nicht nur Feucht wie üblich sondern total durchnässt - umschön. Nachdem ich wieder auf dem Weg war verpulverte ich im nächsten Ort meine letzten Norwegischen Kronen, denn ein paar kleinere Berge später war ich schon in Schweden. Die Gegenden durch die ich in Schweden gefahren bin wahren i.a. gleich langweilig - nur Hügel und Wald, ab und an mal kein Wald und ab und an auch mal keine Hügel, dann war meistens ein See oder ein Fluß in der Nähe - das waas. Nach der Imposanten Berglandschaft in Norwegen nix, das einen hinter dem Ofen hervorholen würde. Da ich den Ofen aber vergessen hätte radelte ich trotzdem fleißig weiter. * Am Abend hab ich mich wieder nach einem gescheiten Schlafplatz blöde gesucht um mich dann letztendlich auf einer Wiese niederzulassen, die nur durch eine Baumreihe und ein paar meter andere Wiese von der Straße abgetrennt war. Zu Essen gab es, um wieder ein wenig Abwechslung zu schaffen, Käsespätzle - allerdings hatte ich in einem Versuch günstig einzukaufen den billigsten Reibekäse genommen und das war Mozarella. Dementsprechend hatte ich dann einen großen, seltsam schmeckenden, Nudel-Käse-Klumpen, den ich aber dank des üblichen Hungers restlos verdrückte.